Unterkonstruktion Terrasse
Unterkonstruktion Terrasse: Tipps und Ideen für den idealen Terrassenbau!
Lesedauer 9 Minuten
Immobilienbesitzer mit eigenem Garten wünschen sich eine schöne Terrasse. Viele Terrassen sind schon in die Jahre gekommen, zu klein für die gewünschten Einsatzmöglichkeiten oder beschädigt. In der Regel ist es auch nicht so schwer, mit eigenen Mitteln eine moderne und langlebige Terrasse zu errichten. In diesem Ratgeber erfährst Du, worauf Du bei einer solchen Unterkonstruktion für die Terrasse achten solltest.
Ganz wichtig: Bei einer Terrasse kommt es immer auf die jeweiligen Untergrundsituationen an. Eine Terrassenunterkonstruktion bildet somit die Grundlage für höchste Stabilität und Lebensdauer Deiner neuen Terrasse. Daher solltest Du der Planung einen hohen Stellenwert zukommen lassen und Dich lieber einmal mehr als nötig von Profis unterstützen lassen.
Inhalt
- Wie soll die Terrasse am Ende aussehen?
- Wichtige Hinweise zum Untergrund
- Terrassen-Unterbau bei Gras/Wiese/Erdreich
- Terrassenunterkonstruktion auf Beton
- Flachdach-Terrasse richtig unterbauen
- Was tun bei unebenem Boden?
- Berechnungen & Abstand der Leisten
- Konstruktionsleisten aus Holz
- Konstruktionsleisten aus Aluminium
- Konstruktionsleisten aus WPC
- Stelzlager bei starken Unebenheiten
- FAQ

Das Wichtigste in Kürze
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Die Unterkonstruktion ist die wichtigste Basis für Stabilität, Ebenheit und Lebensdauer einer Terrasse.
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Aluminium‑Unterkonstruktionen sind besonders langlebig, witterungsbeständig und ideal bei Feuchtigkeit oder Dachterrassen.
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Entscheidend sind der richtige Untergrund, korrekte Abstände, Stelzlager zum Höhenausgleich und eine saubere Planung.
Die Optik direkt am Anfang klären: Wie soll die Terrassen Unterkonstruktion am Ende aussehen?
Zunächst solltest Du Dich entscheiden, wie später einmal die Terrasse aussehen soll. In aller Regel verwenden die meisten Holz- oder WPC-Paneele zur oberen Abdeckung. Diese Materialien sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch einfach zu pflegen bzw. zu reinigen. Die Paneele gibt es in zahlreichen Farben, die Du idealerweise zu Deinem Garten bzw. Deinem Haus wählen solltest.
Schließlich hast Du die Möglichkeit...
- eine rechteckige Terrasse
- eine quadratische Terrasse
- eine winkelförmige Terrasse
- eine abgerundete Terrasse
zu errichten. Hierbei kommt es darauf an, wie sich diese in Deinem Garten einfügen soll.
Falls Du später noch eine Terrassenüberdachung errichten möchtest, solltest Du hierfür auch gleich das Fundament für die tragenden Balken berücksichtigen. Nachträglich müsstest Du in diesem Fall die obersten Paneele wieder entfernen und zugleich die Unterkonstruktion für die Terrasse an den Stellen verstärken.
Bevor Du jedoch an die oberste, sichtbare Abdeckung gehst, benötigst Du eine solide Unterkonstruktion für die Terrasse.
Folgende Arten einer Unterkonstruktion für die Terrasse sind am häufigsten vertreten:
- die Holz-Konstruktionsleisten
- die Alu-Unterkonstruktionen
- die WPC-Konstruktionsleisten
Auf die verschiedenen Bauarten wird später noch etwas näher eingegangen.
Wichtige Hinweise zur Untergrundkonstruktion
Bei einer Unterkonstruktion für die Terrasse solltest Du immer den Untergrund berücksichtigen, der nach Möglichkeit eine hohe Stabilität bieten sollte. Zudem ist der dortige Boden nicht immer ebenerdig, sondern kann auch Einbuchtungen und Neigungen enthalten.
Wie dieser Boden wirklich beschaffen ist, siehst Du meist auch, wenn Du eine alte Terrasse abgetragen hast. Nach Möglichkeit ist es ratsam, den Boden vor der Errichtung einer Unterkonstruktion für die Terrasse zu planieren.
Terrassen-Unterbau bei Gras/Wiese/Erdreich
Wenn Du unterhalb Deiner Terrasse einen weicheren Untergrund aus Erdreich, Gras oder Wiese hast, dann musst Du zunächst das Erdreich zwischen 40 und 80 cm abtragen. Gehe dabei großzügig vor, da Du an den Rändern später noch nacharbeiten musst. Lege auf den Boden noch eine dicke Folie Unkrautvlies. Dann hast Du später weniger Mühe mit emporwachsendem Unkraut.
In diese Grube schüttest Du 25 bis 65 cm hoch Schotter und verdichtest diesen mit einer 15 cm dicken Kiesschicht. Rüttele alles fest in den Boden. Nun kannst Du das Fundament für die Unterkonstruktion für die Terrasse setzen. Hier reichen meist Waschbetonplatten aus. Professioneller gelingt dies aber mit einem Streifenfundament. Wenn Du möchtest, kannst Du aber auch Fundamentsteine verwenden. Diese haben in etwa dieselbe Funktion wie ein Punktfundament Terrasse.
Wenn Du Konstruktionsleisten verwendest, dann achte unbedingt auf die Mindestdimensionen. Hierbei kommt es auf die Länge und Breite an. Auf das Fundament kommen nun sogenannte Stelzlager. Diese sind meist mit einem Schraubgewinde versehen, sodass Du hier die Höhe einstellen kannst. Lege auf die Teller noch je einen Gummi-Pad als Rutsch Sicherung und Dämpfung.
Nun kannst Du Konstruktionshölzer oder Aluminiumprofile darauflegen. An dieser Unterkonstruktion für die Terrasse werden abschließend die Terrassendielen mit einem Befestigungssystem sichtbar oder unsichtbar fixiert.
Terrassenunterkonstruktion auf Beton
Vielleicht ist der Untergrund schon betoniert. Achte auf jeden Fall darauf, dass die Betondecke eine Stärke von wenigstens 6 cm aufweist. Nun kannst Du die Gummigranulat-Pads direkt auf den Beton legen. Diese sollten natürlich dort platziert werden, wo Du auch die Unterkonstruktion für die Terrasse auflegst. Achte hier wiederum auf den richtigen Abstand.
Zum Schluss werden wieder die Terrassenpaneele in der gewünschten Weise verlegt. Hier kannst Du in aller Regel zwischen Echtholz- und WPC-Paneele wählen.
Flachdach-Terrasse richtig unterbauen
Auf Dächern solltest Du sehr vorsichtig sein. Das Flachdach und insbesondere die obere Abdeckung darf hierbei nicht beschädigt werden. Zuerst solltest Du auch hier wieder eine PE-Folie bzw. eine dicke Unkraut-Vlies-Lage ausbreiten. Auf diese Weise wird später eine chemische Reaktion mit den Gummipads vermieden.
Lege nun an den betreffenden Stellen für die Unterkonstruktion für die Terrasse die Gummigranulatpads aus. Beachte, dass das Dach eine bestimmte Größe hat. Idealerweise bastelst Du Dir einen stabilen Holzrahmen oder einen aus Aluminium, der als Unterkonstruktion für die Terrasse dient. Eine direkte Verschraubung der Unterkonstruktion auf dem Dach würde ggf. zu Undichtigkeiten führen.
Abschließend kannst Du auch hier wieder Deinen bevorzugten Terrassendielen verlegen. Die Terrassen Unterkonstruktion bildet auf diese Weise eine sichere und feste Auflage.
Was tun bei unebenem Boden?
Nicht immer ist der Boden unterhalb der zukünftigen Terrasse absolut eben. Nach Möglichkeit solltest Du hier den Boden so weit wie möglich einebnen. Wenn Du Dir die Mühe ersparen möchtest, solltest Du den Untergrund ebenfalls wieder ausheben und mit Schotter und Kies eindecken. Hierbei lassen sich Höhenunterschiede ausgleichen.
Falls der Untergrund dennoch uneben geblieben ist, gibt es hierfür die Stelzlager Holzterrasse. Wie zuvor erwähnt, lassen sich diese Teller über ein Schraubgewinde in der Höhe einstellen. Somit kannst Du auch dann Deine Terrasse bauen, wenn der Boden uneben ist.
Auf die Stelzlager kommen wieder die Gummipads zur Rutsch Sicherung. Darauf kannst Du dann die Unterkonstruktion für die Terrasse aus Echtholz oder Aluminium aufbauen. Darauf kommen wieder die Terrassenpaneele.
Berechnungen & Abstand der Leisten
Bei einer Unterkonstruktion für die Terrasse kommt es immer auf die jeweilige Größe an. Wenn Du Dir Deine Terrasse selber bauen möchtest, musst Du auch etwas rechnen.
Beachte zum Beispiel die richtigen Abstände zwischen den einzelnen Konstruktionsleisten. Die Abstände dürfen nicht zu groß sein, da sich ansonsten später die Terrassendielen darüber durchbiegen würden. Die Terrasse würde hierdurch instabil werden.
Der Abstand der einzelnen Konstruktionsleisten bei Holzdielen sollte etwa das 20-fache der Dielendicke betragen. Bei Verbundwerkstoffen sollte diese das 15-fache der Dielendicke betragen.
Die Unterkonstruktion für die Terrasse darf ebenfalls nicht größer sein, als die Länge der zu verwendenden Terrassendielen. Bestenfalls können diese noch etwas überstehen. In diesem Fall lassen sich diese dann später noch mit einer Kreissäge an den Rändern kürzen.
Unterkonstruktion Terrasse – welches Material nutze ich für den Unterbau?
Als Unterkonstruktion für die Terrasse eignen sich verschiedene Materialien. Wir stellen Dir im Folgenden vor, welche Vorzüge die unterschiedlichen Baustoffe haben und welches Material für Deine Terrassen Unterkonstruktion am besten geeignet ist.
Konstruktionsleisten aus Holz
Wenn Du an eine Echtholz-Terrasse denkst, findest Du hier viele witterungsbeständige Holzarten. Hier ist dann von einer Dauerhaftigkeitsklasse die Rede. Häufig werden Lärche, Thermo-Esche, Bangkirai oder Ipé verwendet. Wenn Du diese Hölzer auch als Abschluss für die Terrassendielen verwenden möchtest, dann sollte auch die Unterkonstruktion für die Terrasse aus demselben Material bestehen.
Zu beachten ist, dass durch die Auflage auf den Stelzen das Konstruktionsholz glücklicherweise nicht dauerhaft in der Feuchtigkeit stehen bleibt. Dennoch handelt es sich um ein Naturmaterial, welches im Laufe der Jahre verwittern kann.
Konstruktionsleisten aus Aluminium
Falls der Standort Deiner Terrasse häufiger feucht ist und es dort auch zu Belüftungsproblemen kommt, dann sind Aluminium-Konstruktionsleisten für die Unterkonstruktion für die Terrasse ideal geeignet.
Insbesondere Staunässe kann Aluminium nichts anhaben. Das Material ist selbst recht leicht und dennoch verwindungssteif. Eine Terrasse Unterkonstruktion Alu ist nahezu unempfindlich gegen Witterungseinflüsse. Daher ist es auch wesentlich langlebiger als Holz.
Es sieht zwar nicht ganz so schön aus, jedoch siehst Du hinterher nichts mehr von dieser Unterkonstruktion. Diese bedeckst Du ja später mit Deinen schönen Terrassendielen. Meist werden Aluminium-Konstruktionsleisten auch auf Dächern für Dachterrassen eingesetzt.
Konstruktionsleisten aus WPC
Immer häufiger werden heute WPC-Paneele eingesetzt. Diese kannst Du auch als Unterkonstruktion für die Terrasse verwenden. Die hohlen Balken bestehen aus einer Mischung von Kunststoff und Holz. Das Material ist witterungsbeständig und formstabil. Zudem ist es in vielen verschiedenen Farben erhältlich, was Dir bei der Terrassen Unterkonstruktion alle Optionen freilässt.
Eine Unterkonstruktion aus WPC kann in derselben Farbe wie die oberen Terrassendielen aus WPC gewählt werden. Zu beachten ist, dass diese Art von Unterkonstruktion sich nur für absolut ebene Untergründe eignet. Ansonsten könnte das harte Material bei Belastung brechen.
Wer sich nicht sicher ist, der sollte lieber auf Holz- oder Aluminium-Konstruktionsleisten setzen. Die obere Abdeckung mit WPC-Dielen ist dann ebenfalls noch möglich.

Stelzlager bei starken Unebenheiten
Wir sind schon mehrfach auf den Begriff der Stelzlager gestoßen. Zugegebenermaßen sind diese kleinen Füße mit Schraubgewinde eine nicht ganz so günstige Alternative. In vielen Fällen erleichtern Stelzlager jedoch die Konstruktion erheblich.
Wie zuvor erwähnt, dienen Stelzlager in erster Linie als Stütze der Unterkonstruktion für die Terrasse. Die oberen Teller lassen sich in der Höhe individuell ein- und ausdrehen. Damit kannst Du folglich auch Höhenunterschiede ausgleichen.
Wenn Du über eine längere Strecke die Höhen ausgleichen möchtest, solltest Du zunächst am Anfang und am Ende je ein Stelzlager setzen und darauf eine Konstruktionsleiste legen. Anschließend kannst Du dazwischen die weiteren Stelzlager setzen und diese auf die richtige Höhe bringen. Am besten legst Du auf Deine Konstruktionsleiste eine Wasserwaage. Dann siehst Du, ob Du in der Waage bist.
Wie zuvor erwähnt, kannst Du mit Stelzlagern auch viele Unebenheiten des Untergrundes ausgleichen. Unabhängig davon empfehlen wir Dir aber, dass Du den Boden zuvor, so weit wie möglich planierst und somit ebnest.
FAQ zum Thema Outdoor‑Küche zum Selberbauen
Kann ich eine Outdoor‑Küche selbst bauen?▸
Ja – mit der richtigen Planung, einer stabilen Unterkonstruktion und witterungsbeständigen Materialien wie Aluminiumprofilen, Beton, Stein oder Holz kannst du deine Outdoor‑Küche selbst bauen.
Welche Materialien eignen sich für eine Outdoor‑Küche?▸
Aluminium ist besonders geeignet, da es leicht, langlebig, rostfrei und witterungsbeständig ist. Kombiniert mit Holz (z. B. Lärche) oder Stein/Betonplatten ergibt sich eine langlebige, moderne und pflegeleichte Außenküche.
Was braucht man, um eine Outdoor‑Küche zu bauen?▸
Du brauchst zuerst eine Unterkonstruktion (z. B. aus Aluminiumprofilen), wetterfeste Arbeitsplatten (Stein, Beton oder Edelstahl), passende Geräte (Grill, Spüle), Werkzeug und Montagematerial. Eine gute Planung vorab erleichtert den Bau enorm.
Welche Arbeitsplatte eignet sich für eine Outdoor‑Küche?▸
Witterungsbeständige Arbeitsplatten aus Feinsteinzeug, Granit oder Edelstahl eigenen sich sehr gut. Sie sind robust gegen Feuchtigkeit, Hitze und mechanische Belastung und lassen sich leicht reinigen.
Ist eine Outdoor‑Küche genehmigungspflichtig?▸
In vielen Fällen ist der Bau einer Outdoor‑Küche genehmigungsfrei, solange es sich nicht um eine fest installierte bauliche Anlage mit Dach und Anschlüssen handelt. Bei festen Wasser‑ oder Gasanschlüssen solltest du die lokalen Bauvorschriften prüfen.
Wie hoch sollte eine Outdoor‑Küche sein?▸
Die ideale Arbeitshöhe liegt etwa bei 90–95 cm, ähnlich einer normalen Küchenarbeitsplatte. Bei integriertem Grill oder Barbecue kann die Höhe geringfügig variieren – wichtig ist eine bequeme Haltung beim Arbeiten.
Hinweis: Barhocker-/Stehtisch-Designs erfordern andere Höhen (~105–110 cm).
Was kostet der Bau einer Outdoor‑Küche?▸
Die Kosten hängen stark von Material, Größe und Ausstattung ab. Eine einfache DIY‑Küche kann bei einigen hundert Euro beginnen, hochwertigere Anlagen mit Grill, Spüle und Arbeitsplatten liegen oft zwischen 1.000 € und mehreren Tausend Euro.
Welche Ideen gibt es für Outdoor‑Küchen?▸
Beliebte Ideen sind modulare Küchen mit Ablageflächen, integrierte Grillstationen, überdachte Kochbereiche oder DIY‑Küchen mit Bar‑Charakter. Aluminiumprofile bieten viel Flexibilität bei Form und Design.
Welches Holz eignet sich für Outdoor‑Küchen?▸
Wetterfeste Holzarten wie Lärche, Douglasie oder Teak sind ideale Ergänzungen zu Aluminium‑Gestellen. Sie bringen natürliche Wärme und eignen sich sowohl für Arbeitsflächen als auch als Verkleidung.
Wie witterungsbeständig ist eine Outdoor‑Küche?▸
Mit geeigneten Materialien wie Aluminium, Edelstahl und wetterfesten Platten ist eine Outdoor‑Küche sehr witterungsbeständig. Planung von Überdachungen oder Abdeckungen verbessert Schutz und Lebensdauer zusätzlich.
Empfehlung: Wasserdichte Abdeckhauben und ggf. Vordach oder Pergola zur Schonung mit einplanen.












